THE KIDS AREN’T ALRIGHT – Veranstaltung im Zakk

Nachdem das ZAKK Konsequenzen zog und die „Yard-Vibes“ Party absetzte gibt es im September ein Veranstaltung zum Thema „Dancehall und Homophobie“

RING DI ALARM – DANCEHALL & HOMOPHOBIE
Hintergrund der Veranstaltung sind die Diskussionen in und ausserhalb der Reggae-Szene um Homophobie und Gegen-Aktionen. AFTERSHOW: DJANE MICHI

Eintritt: frei
28.09.10 Dienstag
19.30 Uhr Club
Veranstalter: THE KIDS AREN’T ALRIGHT – Veranstaltungen zu Musik und Politik das Antifaschistischen Linken Düsseldorf
im zakk

Die WZ berichtet:

Auch das Thema Dancehall und Homophobie wird noch einmal aufgegriffen, nachdem das Zakk – wie die WZ berichtete – die beliebte Reggae-Party Yardvibes abgesetzt hat. Am 28. September sollen auch die Argumente auf den Tisch kommen, die bislang zu kurz gekommen sind. Nach langer Überlegung hatte sich das Zakk entschlossen, die Veranstaltung zu kippen, weil dort auch Songs von Künstlern gespielt wurden, die in ihren Texten zu Gewalt gegen Homosexuelle aufgerufen hatten. „Die Entscheidung haben wir uns nicht einfach gemacht“, erklärte Zakk-Geschäftsführer Jochen Molck.

Quelle: http://www.wz-newsline.de/?redid=936597

Wir dokumentieren an dieser Stelle die Pressemitteilung des zakk

PRESSEMITTEILUNG

zakk bietet homophoben Künstlern keine Bühne

Seit einiger Zeit wird die Problematik homophober (schwulen- und lesbenfeindlicher) Texte im Reggae Dancehall in der Öffentlichkeit thematisiert. Mit sogenannten „batty tunes“ wird offen und verdeckt zu Gewalt gegenüber Homosexuellen aufgerufen.
In Düsseldorf entzündete sich die Diskussion konkret an dem geplanten Auftritt des Sängers „Elephant Man“, dessen Konzert schließlich nach massiven Protesten abgesagt wurde.
Auch im Düsseldorfer Kulturzentrum zakk hat man sich in vielen Diskussionen mit dem Thema auseinandergesetzt. Als soziokulturelles Zentrum entspricht es dem Selbstverständnis von zakk, sich gegen Diskriminierung jeder Art zu stellen. zakk steht für Gleichberechtigung, Toleranz und Vielfalt. Diese Werte sind wichtige Kriterien bei allen programmatischen Entscheidungen.
So blickt man mit einigem Stolz auf den landesweit ersten „Frauenschwoof“ zurück, der vor mehr als 20 Jahren im zakk etabliert wurde und bis heute eine der beliebtesten Discos ist. Für Schwule und Lesben war zakk immer ein Ort und so soll es auch in Zukunft bleiben.
Mit „Yard-Vibes“ hatte auch zakk bis vor kurzem eine Reggae Dancehall- Party im Angebot. Nun wurde die Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Culture Rock eingestellt und die Veranstaltung aus dem Programm genommen. Grund sind die unterschiedlichen Ansichten im Hinblick auf die Künstler, die diskriminierende „batty-tunes“ in ihrem Repertoire haben.
„Wir konnten leider keine gemeinsame Linie finden“ bedauert Geschäftsführer Jochen Molck, „der von uns geforderte gänzliche Verzicht auf die Künstler, die solche Inhalte transportieren oder transportiert haben, wurde vom Kooperationspartner als musikalisch unmöglich verweigert. Lediglich die Songs mit den diskriminierenden Texten nicht zu spielen, war uns nicht konsequent genug. Wir wollen nicht, dass Künstler wie Sizzla oder Elephant Man im zakk aufgelegt werden. Deshalb mussten wir die Party absetzen.“ Dass zakk damit Gäste verliert, wurde in Kauf genommen, genauso wie ein nicht unerheblicher Umsatzverlust. „Das Publikum war jung und international. Und der Umsatz bewegte sich pro Jahr im fünfstelligen Bereich“ konkretisiert Molck.

Schlussendlich wollte man aber all denen, die mit homophoben Songs viel Geld verdienen oder verdient haben, keine Foren bieten- weder auf den Turntables noch auf der Bühne.

Jochen Molck/ Geschäftsführer
zakk ggmbh
Fichtenstraße 40
40233 Düsseldorf
molck@zakk.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Düsseldorf Hrb 16243

http://www.zakk.de/index.php/?option=com_content&view=article&id=305

fight homophobia! – Kritik am Ruhr Reggae Summer Mülheim


„Three Days of Love, Peace and Music“ versprechen die Veranstalter des „Ruhr-Reggae-Summer“ (23. bis 25.07.2010) in Mülheim an der Ruhr. Doch was hat Reggae mit „Love and Peace“ zu tun, fragen wir uns angesichts der vielen Reggae-Künstler*innen, die auf der Bühne Frauenfeindlichkeit und Schwulenhass performen.
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Pressemiteilung Frei.wild Konzert

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 15.März 2010 haben wir einen offenen Brief an das Stahlwerk in
Düsseldorf geschrieben. Anlass war das Konzert der Deutschrock-Gruppe
„Frei.Wild“ aus Süd-Tirol, das leider am Mittwoch dieser Woche im
Stahlwerk stattgefunden hat. In unserem Brief haben wir auf die
rechtsradikale Vergangenheit des Sängers Phillip Burger sowie seine
Verbindungen und sein Engagement bei der rechten Südtiroler Partei ?Die
Freiheitlichen? hingewiesen. Leider haben wir bis heute keine Reaktion
des Stahlwerkes auf unsere Hinweise erhalten.
So wird der Eindruck bestätigt, dass es den Veranstalterinnen und
Veranstaltern des Stahlwerks lediglich um volle Konzerträume geht und
dabei völlig außer Acht gelassen wird, welche Inhalte von den Bands
transportiert und damit verbreitet werden.
Erwartungsgemäß erschienen am Mittwoch Besucher und einige wenige
Besucherinnen zum Konzert, die aufgrund eindeutiger Codes der rechten
Szene zuzuordnen sind. Dazu gehörten T-Shirts mit Aufschriften wie „Good
Night Left Side“, eindeutige Autokennzeichen, bei denen bekannte
Zahlenkombinationen als Codes dienen, sowie eindeutige Aufkleber an den
Autos.

Dazu Petra Müller, Sprecherin des Bündnisses
„Keine-Bühne-für-Sexismus-Rassismus-und-Homophobie“: „Es ist immer
wieder erschreckend, dass rechten Bands wie „Frei.Wild“ Raum gegeben
wird, ihre nationalistischen Inhalte zu verbreiten. Den kommerziellen
Interessen wird anscheinend – wie aktuell im Stahlwerk – jegliche
gesellschaftliche Verantwortung untergeordnet.“

Im Anhang finden Sie für weitere Informationen nochmals unseren offenen
Brief. [ klick ]

Mit freundlichen Grüßen

Keine Bühne für Rassismus, Sexismus und Homophobie Düsseldorf

Frei.wild Konzert in Düsseldorf ? Offener Brief an das STAHLWERK

Folgendes Schreiben wurde von uns an das Stahlwerk verschickt:

Düsseldorf, 15.März 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,

durch ihre Homepage http://www.stahlwerk.de sind wir darauf aufmerksam geworden, dass Sie am Mittwoch, den 24. März 2010, ein Konzert mit der Band „Frei.Wild“ planen.
Wir möchten sie darauf aufmerksam machen, dass es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen mit Neonazis im Rahmen von Frei.Wild- Konzerten kam.
Die Deutschrock-Gruppe aus Süd-Tirol gibt es nun schon einige Jahre und mittlerweile verfügen sie auch über eine relativ große Fan-Gemeinde. Angefangen haben sie mit Cover-Songs von den Böhsen Onkelz, den Ärzten, Wizo etc.
Der Band wurde des öfteren vorgeworfen, dass sie eine Band mit rechtem Gedankengut seien, von diesen Vorwürfen versucht sich die Band mittlerweile weitgehend zu distanzieren. Dieser Distanzierungsversuch dürfte jedoch neben inhaltlicher Dürftigkeit an der Person des Sängers der Band, Phillip Burger scheitern. Denn 2008 trat Frei.wild Sänger Phillip Burger, der ohnehin schon mit einer rechtsradikalen Vergangenheit behaftet ist, die er immer mit jugendlicher Naivität zu rechtfertigen versucht, der rechten Südtirloer Partei „Die Freiheitlichen“ bei, die ein Ableger der rechtspopulistischen österreichischen Partei FPÖ ist.
Das 10-Punkte-Programm der Freiheitlichen Jugend beispielsweise bietet ausreichende Eindrücke in die allgemeine Gesinnung der Partei. So stehen sie unter anderem für: Förderung traditioneller südtiroler Familien, Kampagnen gegen den Islamisierungsprozess Südtirols aus und Forderung sofortiger Ausweisung von illegalen Zuwanderinnen und Zuwanderern. Auch hat die Partei sich bei der Auswahl ihrer Gastrednerinnen und Gastredner gerne mal aus den Reihen der österreichischen FPÖ bedient.
Phillip Burger wurde einige Zeit nach seinem Parteibeitritt sogar zum Vorstand für den Bezirk Brixen am Eisack (Südtirol) gewählt und sollte mit seiner Band Frei.Wild als Musik-Act auf der „Freiheitlichen Rocknacht“ auftreten.
Nach massiver Kritik – auch von Seiten des Managements – trat Burger wieder aus der Partei aus und lieferte hierzu ein mehr als nur debiles Statement:

„….Was die Mitgliedschaft bei den Freiheitlichen betrifft: Ich bin aus der Partei wieder ausgetreten und habe auch das Amt niedergelegt, aber nicht etwa deswegen, weil ich Schuldgefühle habe oder mit dem Partei-programm nicht einverstanden wäre, soviel ist sicher, sondern weil ich, vor allem nach der Aussprache mit der Crew, eingesehen habe, dass es etwas zwiespältig ist, Parteimitglied zu sein und gleichzeitig Distanz vor der gesamten Politik zu nehmen, da gebe ich euch recht und habe meine Konsequenzen gezogen. Was war, kann man nun mal nicht ändern, was geschehen ist, ist geschehen.“
Zwar distanziert sich die Band wie bereits erwähnt von jeglichem politischem Extremismus und wünschen auch ausdrücklich keine Besucherinnen und Besucher mit extremen Ansichten (weder rechten noch linken) auf ihren Konzerten, jedoch gestehen sie selber ein, dass sich dies im Rahmen eines Konzertes nur schlecht kontrollieren lässt. Dies ist in der Vergangenheit, bzw. im Rahmen vergangener Konzerte der Band, des öfteren deutlich geworden.
Als bestes Beispiel hierzu dienen öffentlich zugängliche Informationen eines antifaschistischen Bündnisses aus Hannover, die ebenfalls auf ein Konzert der Gruppe aufmerksam geworden waren.
Im Rahmen ihrer Recherche stellte sich heraus, dass sich mehrere stadt-bekannte Neonazis in einem Forum zu einem Besuch des Konzertes verabredet hatten.
Als weiterer Beleg für die Unglaubwürdigkeit im Bezug auf die „Distanz“ dient hierbei ein Auszug aus einem Song der Band. Dieser zeigt sehr deutlich wie weit die Distanzierung gegenüber politischen Statements tatsächlich geht:

„Südtirol, wir tragen deine Fahne,
denn du bist das schönste Land der Welt,
Südtirol, sind stolze Söhne von dir,
unser Heimatland, wir geben dich niemehr her.
Südtirol, deinen Brüdern entrissen,
schreit es hinaus, daß es alle wissen,
Südtirol, du bist noch nicht verlorn,
in der Hölle sollen deine Feinde schmorn.“

Es ist davon auszugehen, dass auch an dem Konzert, das Sie veranstalten möchten, Klientel teilnehmen wird, das sich ähnlichen Gedankenguts bedient.
Wir als antifaschistisches Bündnis gehen natürlich davon aus, dass Sie kein Interesse daran haben, Nazis einen Raum zum Feiern zu geben.

Deshalb fordern wir Sie auf, schnellst möglichst zu unseren Anmerkungen Stellung zu beziehen und das Konzert abzusagen.

Mit freundlichen Grüßen

Keine Bühne für Rassismus, Sexismus und Homophobie Düsseldorf

Wuppertal: U-Club dichtmachen

Wir unterstützen und dokumentieren an dieser Stelle die Aktion „U-Club dichtmachen“

Der U-Club in Wuppertal wird erneut zum Hort von homophober Musik. Am 28. November 2009 soll die einschlägig bekannte Sizzla aufspielen. Achtet auf Ankündigungen auf
http://uclubdichtmachen.blogsport.de

Vorläufiger Treffpunkt ist am 28.11.2009 ab 19:00 Uhr vor dem U-Club in Wuppertal.
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Keine Bühne für Homophobie, Rassismus und Sexismus

Wir verurteilen Homophobie, Rassismus und Sexismus und bieten dafür auf unseren Veranstaltungen, Parties und Konzerten keine Bühne.
Wir wollen keine Soundsystems, DJ(ane)s, MCs, Bands, Künstlerinnen und Künstler, die mit ihrer Musik, ihren Texten und in ihren Werken zu Gewalt oder zur Ermordung schwulen, lesbischen und queeren Menschen aufrufen.
Wir geben Sexistinnen und Sexisten, Rassistinnen und Rassisten keinen Raum.
Wir unterstützen den Widerstand gegen Homophobie, Rassismus und Sexismus.
Wir wollen in unseren Räumen und auf unseren Veranstaltungen und Parties eine respektvolle Atmosphäre für alle. Für Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe oder des Geschlechts gibt es bei uns keinen Platz.
Wir fordern von uns selbst und von unseren Mitmenschen Respekt für alle, die auch uns respektvoll begegnen.
Wir schreiten aktiv ein, wenn Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung, der Hautfarbe oder wegen ihres Geschlechts angegriffen werden.

Wenn ihr mit uns Kontakt aufnehmen wollt schreibt uns.

Liste der unterstützenden Gruppen :
Antifa KOK
AZ Mülheim, Veranstaltungsort
Brause – Metzgerei Schnitzel e.V.
Cable Street Beat Düsseldorf
Erwin Youth Konzertgruppe
Frauenreferrat FH Düsseldorf
FreiraumNeuss e.V.
Gender Extender
Jochen Kral
Kritk & Aktion: Linke Gruppe
Kulturreferat AStA Uni Düsseldorf
Linkes Zentrum Hinterhof
Mustermensch e.V.
Play Gender
Solaris 53 e.V.
Terz ! Alternative Stadtzeitung
ZAKK